Kindergarten Schützenhofstrasse

Umstrittene KITA in Trachau

Wenn alle Beteiligten so könnten, wie sie wollten, würde sie wohl kaum gebaut werden, die neue Kindertagesstätte an der Schützenhofstrasse in Dresden-Trachau.

Frau Sabine Bibas, Leiterin des Eigenbetrieb Kindertagesstätten der Stadt Dresden, hätte sich den Ärger mit den 70 Garagenbesitzern auf dem Baugrundstück gern gespart. Für die Garagenbesitzer, deren Garagen bald abgerissen werden und für die die Parkplatzsuche im ohnehin angespannten Umfeld noch komplizierter wird, war die Welt bisher in Ordnung. Die angrenzenden Grundstücksbesitzer, die Baulärm und Verkehrschaos auf der ziemlich engen Schützenhofstrasse fürchten, die aber auch mit einem kleinen Zwinkern die Wertsteigerung ihrer Häuser durch einen Kindergarten in der Nachbarschaft sehen, sehen es mit gemischten Gefühlen. Und die Eltern, deren Kinder einmal die Kita besuchen werden und sich möglichweise einen günstigeren Standort gewünscht hätten, denn Moment gibt es im engeren Umkreis gar nicht so viele Kinder, sind trotzdem dankbar.

Kindertagesstätte Schützenhofstrasse

Aber der schwierige Standort ist mal wieder alternativ los. Zum einen werden im prosperierenden Stadtgebiet Pieschen dringend Kita-Plätze gebraucht, denn derzeit können noch nicht alle Wünsche nach Kinderbetreuung wohnungsnah erfüllt werden. Zum anderen ist das Angebot an städtischen Grundstücken im Stadtgebiet sehr übersichtlich und wird durch strikte gesetzliche Vorgaben beim Bau von Kindergärten nochmals stark minimiert. Maximal 50 dB dürfen an der Grundstücksgrenze erreicht werden und dies wird bei wenigstens drei Hauptstraßen, drei Eisenbahnlinien und Flughafeneinflugschneise im Gebiet von Pieschen schwierig. Private Grundstücke zu kaufen, ist bei dem derzeitigen Dresdner Immobilienmarkt keine Option für den städtischen Haushalt.

So ist die Stadt Dresden den harten Weg gegangen und hat 70 Garagenbesitzern auf dem städtischen Grundstück an der Schützenhofstrass gekündigt, um Platz zu machen für einen modernen Kindergarten für gut 110 Kinder, davon allein 75 im Krippenalter wegen der großen Nachfrage nach Kinderbetreuung für unter Dreijährige.

Der Entwurf für das Gebäude stammt vom Architektenbüro TILLE ARCHITEKTEN aus Dresden und lehnt sich an die Proportionen und den Stil der umgebenden Reihenhausbebauung an. Der gläserne Eingangsbereich in der Mitte ist so angelegt, dass er die Dopplerstrasse optisch zur Schützenhofstrasse verlängert. Trotz ausreichend großer Spielflächen im Außenbereich bleibt im hinteren Bereich des Grundstücks eine Fläche frei, die Raum für ca. 30 Pkw-Stellplätze bietet. Eine kleine Entschädigung für die Garagenbesitzer. Doch ein Betreiber für diesen Parkplatz wird derzeit noch gesucht.

Die vorbereitenden Arbeiten zur Erneuerung des Mischwasserkanals, zum Umbau der Straßenbeleuchtung und zur Umsetzung der Telekomschränke an der Ecke Schützenhof-/Dopplerstraße haben bereits begonnen und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Wenn das letzte Räumungsverfahren gegen eine der Garagen geklärt ist, sollen im Februar/März 2014 die Abbrucharbeiten beginnen. Der nördliche Teil der Dopplerstraße (oberhalb des Straßenknies) muss dafür vorrübergend beidseitig gesperrt werden, um die Baustellenzufahrt über die bisherige Zufahrt zum tiefliegenden Garagenhof sicherzustellen.

Wie zukünftig die Halteverbotszone unmittelbar vor dem Kindergarteneingang aussieht, wird derzeit  im Straßen- und Tiefbauamt geklärt. Im Moment ist davon auszugehen,dass in der Schützenhofstraße auf der gesamten Grundstücksbreite des Kindergartens eine einseitige Halteverbotszone eingerichtet wird. In der Ortsbeiratssitzung im Oktober haben wir vorgeschlagen, ein zeitlich begrenztes Halteverbot tagsüber vorzusehen und nachts das Parken für die Anwohner zu erlauben.

Die Pieschner CDU unterstützt den Bau dieses Kindergartens für die Zukunft unserer Familien trotz aller damit verbundener Probleme. Wichtig ist aber gerade an diesem schwierigen Standort eine gute Informationspolitik mit allen Beteiligten und das Ausschöpfen aller Möglichkeiten für eine allseitige Akzeptanz und Befriedung.

Frank Walther, 16.November 2013

Antwortbrief der Ostsächsischen Sparkasse Dresden zum Sparkassen Geldautomat an der Schützenhofstrasse

 

Neue Oberschule und Gymnasium an der Gehestrasse

Mega Schulprojekt für Pieschen an der Gehestrasse

Geburthauptstadt Deutschlands und damit einhergehende Schülerzahlen machen in Dresden ein gewaltiges Investitionsprogramm in Kindertagesstätten und Schulen notwendig. Dank der erfolgreichen und konsequenten Politik der CDU in unserer Stadt wird dieses Schritt für Schritt umgesetzt. Der Stadtteil Pieschen profitiert davon wieder in besonderer Weise mit einem neuen Schulstandort der Superlative.

Schulen Gehestrasse

Für die im Schulnetzplan vorgesehenen Neugründungen einer Mittelschule und eines Gymnasiums wurde nun ein geeignetes Grundstück an der Gehestrasse gefunden. Auf dem von der Deutschen Bahn bereits weitesgehend geräumten ehemaligen Güterbahnhof mit einer sagenhaften Größe von gut 60.000 m² in idealer Innenstadtlage an der Grenze zu Dresden-Neustadt soll zum Schuljahr 2018/19 eine fünfzügige Oberschule und ein fünfzügiges Gymnasium inklusive einer Siebenfeldsporthalle eröffnet werden.

Die Gesamtkosten werden sich auf etwa 57 Mio Euro belaufen, welche in der städtischen Haushaltsplanung schon berücksichtigt sind. Für die genaue Gestaltung der Gebäude auf dem Grundstück gibt es derzeit nur grobe Anhaltspunkte. Auf jeden Fall werden das Gebäude der ehemaligen Wagenausbesserung für den Kulturverein „geh8 Kunstraum und Ateliers e.V.“ direkt an der Gehestraße und ein denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude an der Ecke zur Erfurter Straße erhalten bleiben. Möglicherweise wird sogar der im Flächennutzungsplan vorgesehene Grünzug vom Gebiet am Puschkinplatz entlang der Gehestraße umgesetzt.

Die gewaltige Größe des Grundstücks bietet neben den Schulanlagen sogar Raum zum Bau einer dringend benötigten Rettungswache Pieschen denkbar an der Erfurter Straße parallel zu den Bahngleisen und außerdem für eventuelle Wohngebäude. Neben der zentralen Lage ist die ÖPNV-Anbindung des Standortes phantastisch. 300 m entfernt am Alexander Puschkin Platz fahren die Straßenbahnlinien 4 und 9, am 300 m entfernten Großenhainer Platz die Linie 3 sowie an der 600 m entfernten Liststraße die Linien 3 und 13. Begünstigend wirkt zu dem der ohnehin geringe Durchgangsverkehr und die schon bestehende Tempo-30-Regelung an der Gehestraße. Auch liegt das Grundstück nicht im Überschwemmungsgebiet der Elbe.

Mit der Entscheidung für den Schulneubau auf diesem Grundstück haben sich die ursprünglichen Planungsideen direkt am Alexander-Puschkin-Platz aber auch hinsichtlich einer Umgestaltung des Sachsenbades zerschlagen. Gerade beim Sachsenbad ist dies schade aber auf Grund des eingeschränkten Platzangebotes und der ehemals veranschlagten zusätzlichen 12 Mio Euro für eine denkmalgerechte Sanierung aber klar nachvollziehbar. Mit diesem Mega-Schulprojekt wird das Gebiet an der Gehestraße deutlich aufgewertet und unser Stadtteil Pieschen wieder ein großes Stück attraktiver und gerade für Familie anziehender.

Frank Walther, 1. September 2013

Wohnbebauung an der Sternstrasse in Dresden Mickten

Kein neues Gorbitz in Mickten

Die Pieschner CDU lehnt die geplante Bebauung für das Gebiet um die Sternstraße in Dresden-Mickten ab!

Sternstrasse_klein

Ende der 90iger Jahre ambitioniert begonnen, sollte zwischen Elbepark und Flutrinne rund um die Sternstraße in Dresden-Mickten ein neues Wohngebiet mit etwas Gewerbe zur Abschirmung gegen die Autobahn entstehen. Viel Geld wurde in Planung und eine ausgezeichnete Infrastruktur mit neuen Straßen, Bus- und Bahnlinien und modernsten Medien investitiert. Doch außer einigen Gewerbeansiedlungen und den zweifelhaften hochgeschossigen Büro- und Wohnblocks an der Flutrinne, auch scherzhaft als Klagemauer bezeichnet, ist kaum etwas passiert.

Inzwischen sind die Deiche erhöht und bewährten sich in der letzten Flut. In Dresden zeichnet sich  eine Wohnungsknappheit ab, der man am besten mit der Ausweisung von mehr Bauland begegnet, um Spekulationen vorzubeugen. Deshalb unternimmt das Dresdner Stadtplanungsamt derzeit einen neuen Vorstoß endlich Bewegung in das Gebiet zu bringen und organisierte im Oktober 2012 ein Werkstattverfahren zur Erarbeitung eines neuen städtebaulichen Konzeptes.

Eine Jury favorisiert nun ausgerechnet eine vom Berliner Stadtplanungsbüro Machleidt GmbH, die auch die neue Hafencity in der Leipziger Vorstadt am Neustädter Hafen entwarfen, eine enge Blockbebauung mit drei- bis sechsgeschossigen Häusern bis an die Flutrinne heran. Zudem soll die jetzt diagonal durch das Gebiet verlaufende Kötzschenbroder Straße am Elbepark und an der Brockwitzer Straße umgelenkt werden, was erheblich Kosten für die Neuordnung der Straße und der teuren Medienleitungen bedeuten würde.

Bei der Vorstellung der Vorzugsvariante zur öffentlichen Ortsbeiratssitzung Pieschen am 18. Juni 2013 hat die Pieschner CDU die Pläne zur Bebauung dieses einmaligen Gebietes strikt abgelehnt. Die innenstadtnahe Lage und die großzügigen Flächen mit hervorragender Verkehrsanbindung eröffnen die Möglichkeit zur vielseitigen Bebauung insbesondere auch für individuelle kleinteilige Wohnformen in lockerer Anordnung, für die gerade in unserem Stadtgebiet eine hohe Nachfrage besteht. Die Bebauung soll sich nicht an den schluchtenartigen Häuserzeilen der Leipziger Straße orientieren, sondern vielmehr an den bereits entstanden Stadtvillen am Anfang der Kötschenbroder und Sternstraße oder in den Stadteilen Trachau und Wilder Mann.

Die Haltung der Grünen Partei und der SPD, die sich in der Sitzung von den Plänen begeistert zeigte, ist nicht nachvollziehbar. Besonders die im Moment im Vordergrund stehende Bebauung des Filetgrundstücks mit direktem Blick auf die Flutrinne und die Elbe mit gewinnmaximierten hochgeschossigen Häusern ist absolut unnötig und für die Pieschner CDU nicht hinnehmbar. Wir fordern deshalb den Dialog mit den Anwohnern und eine direkte Bürgerbeteiligung.

Frank Walther, 23. Juni 2013

Autobahnanbindung Radebeul – Dresden Kaditz

Neue Straße durch Kaditz nicht notwendig!

Steter Tropfen höhlt den Stein – so könnte man die Methode der Stadt Radebeul beschreiben in Bezug auf eine neue Autobahnanbindung für die Gewerbeansiedlungen in Radebeul-Ost. Vor 10 Jahren begann es, als Radebeul das erste Mal die Stadt Dresden bat, den Bau einer neuen Straße durch Dresden-Kaditz zur Autobahnauffahrt Dresden-Neustadt zu prüfen.

Parkende Autos am Straßenrand

Seit dem ist insbesondere das Dresdner Stadtplanungsamt kontinuierlich mit Voruntersuchungen möglicher Trassen Varianten, Kostenschätzungen, Verkehrsberechnungen  und verschiedener Stellennahmen beschäftigt. Das Ergebnis ist seitdem das Gleiche: die Stadt Dresden hat nichts von einer Straße eigens für Radebeul. Deshalb wurde sie bisher auch gebetsmühlenartig abgelehnt, so Dr. Matthias Mohaupt, Abteilungsleiter Verkehrsentwicklungsplanung bei der gestrigen Ortsbeiratssitzung in Pieschen.

Die Fachämter der Stadt Dresden sehen keine Notwendigkeit für eine neue Lkw-Trasse quer durch das Stadtgebiet Kaditz, die viele Anwohner und Kleingärtner betreffen könnte und für die Schutzbedürftigkeit besteht. Es gibt wesentlich wichtigere Investitionen, als den Neubau einer mehrere Millionen teuren  Straße insbesondere da die Dresdner Gewerbegebiete bereits gut erschlossen sind.

Trotzdem wird Radebeul nicht müde, immer wieder an derselben Stelle zu bohren. Eine aktuelle Studie, deren Kosten sich Dresden und Radebeul übrigens teilen, bevorzugt erneut die Variante Verlängerung der Emilienstraße bis zur Kötzschenbrodaer Straße. Auf ihr soll nach statistischen Berechnungen die vergleichsweise geringe Anzahl von 3000 Autos pro Tag rollen, wobei davon gerademal 5% Lkws sein dürften. Zu befürchten wäre jedoch, dass sich diese Zahl durch die Ableitung des Verkehrs von der Meißner Straße beträchtlich erhöhen könnte. Eine in den nächsten Wochen stattfindende offizielle Verkehrszählung wird die realen Zahlen offenlegen, die sich sicher mit den noch geringeren Resultaten einer Zählung der Bürgerinitiative decken wird.

Die einfachste Lösung, eine bessere Ausschilderung der bestehenden Straßenführung am Elbepark hinter IKEA vorbei zur Rankestraße, die auch im Lkw-Führungskonzept der Stadt Dresden von 2008 beschrieben wird, scheint an eher bürokratischen Hindernissen, wie Überbelegung vorhandener Verkehrszeichen, Elbepark als privates Grundstück und diversen Sicherheitsbedenken bei der Wahrnehmung der Schilder, zu scheitern.

Angesichts knapper öffentlicher Kassen und weit wichtigerer Aufgaben in der Stadt besteht die berechtige Hoffnung, dass diese widersinnigen Planungsaktivitäten bald eingestellt und die Ressourcen sinnvoller eingesetzt werden. Den berechtigten Protest und Widerstand der Kaditzer Anwohner und Kleingärtner gegen die Baupläne begleiten und unterstützen wir als Pieschner CDU jedenfalls tatkräftig. Am 27. November 2012 wird das Dresdner Stadtplanungsamt in einer Einwohnerversammlung über die Hintergründe und den aktuellen Stand alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus erster Hand informieren.

Frank Walther, 10. Oktober 2012

Sachsenbad – eine ewige Geschichte

CDU kritisiert Unsicherheit für Pieschener Projekte durch Grünen-Antrag im Ortsbeirat

Im Rahmen eines Antrages der Grünen soll die Oberbürgermeisterin heute durch den Pieschener Ortsbeirat beauftragt werden, ausgehend von der STESAD-Studie zum Sachsenbad unterschiedliche Nutzungsvarianten aufzuzeigen, Finanzierungskonzepte zu erstellen, die Ergebnisse auf einer Bürgerversammlung zu diskutieren und anschließend eine Entscheidung vorzubereiten.

Sachsenbad

Der Vorsitzende der CDU-Pieschen Veit Böhm erklärt hierzu: „Der Bau von vier 25m-Bahnen für 17 Mio. Euro ist nicht angemessen, dafür könnte die Stadt drei neue Schwimmhallen bauen. Um das zu wissen, braucht es keine lange Diskussion und keine Zeitverzögerung für die wichtigen Pieschener Projekte, wie Grundschulbau und neues Kombibad.“

Die CDU fordert die zügige Realisierung eines neuen Grundschulstandortes am derzeitigen Standort des Sachsenbades. „Wir können uns vorstellen, gemeinsam mit Sportvereinen und anderen Bürgerorganisationen den gesamten Standort mit Fußballplatz, Vereinsgelände, Schulneubau, Turnhalle und Spielplatz an der Wurzener Straße zu entwickeln“, kündigt Böhm an. Der Schulnetzplan sei aber schon in der Erarbeitung, es sei endlich Zeit Nägel mit Köpfen zu machen, statt mehrere Monate zu verzögern. Böhm weist darauf hin, dass es die Grünen selber seien, die im Stadtrat einen Antrag zur schnellstmöglichen stadtentwicklungsorientierten Schulnetzplanung noch vor 2012 eingebracht haben.

Weiterhin kritisiert Böhm: „Der Grünen-Antrag enthält keine einzige Aussage zur Zukunft des Sachsenbades, nur Varianten und Diskussionen.“ Die CDU fordert stattdessen den Neubau eines Kombibades für den gesamten Dresdner Norden an einem anderen Standort, so wie in der Bäderkonzeption vorgesehen.

Aus diesen Gründen fordert Böhm die Grünen auf, den Antrag zurückzuziehen und sich stattdessen zu den Planungszielen eines kurzfristigen Grundschulneubaus am Standort Sachsenbad und des mittelfristigen Neubaus eines Kombibades an einem anderen Standort zu bekennen.

29.Juni 2011

Sanierungsgebiet Pieschen und EFRE Förderung

Pieschen blüht auf Dank umfangreicher Förderung

Im Rahmen des Sanierungsgebietes Pieschen werden in der Zeit von 1991 bis 2017 insgesamt 45,6 Mio  Euro in unserem Stadtgebiet investiert. Dazu gehören u.a. die Neugestaltung des Schulhofes der Gemeinschaftsschule an der Robert Matzke Strasse, der neue Sportplatz der Makarenko-Schule, die Molenbrücke in Mickten und die Unterstützung bei der Sanierung des Gebäudes der ehemaligen Schokoladenfabrik auf der Bürgerstrasse.

- keine Angabe im huGO-Archivsystem -

Etwa 2,2 Mio Euro sind noch nötig um zwei geplante Projekte fertigzustellen. Der Bau der Erschließungsstrasse zwischen der Moritzburger und der Konkordienstrasse mit dem schönen Namen „Pieschner Melodien“ beginnt nächstes Jahr mit der Verlegung der Gartensparte Konkordia. 2015 rücken dann die Baufahrzeuge an und 2016 soll alles fertig sein. Im ähnlichen Zeitraum wird auch die Markuspassage angepackt, die die Leipziger mit der Bürgerstrasse verbinden wird und so das bisher brachliegende Gelände für Investoren erschließen soll.

Fest eingeplant sind Ausgleichsbeträge in Höhe von 3,5 Mio Euro, die die betroffenen Grundstückseigentümer zahlen müssen. Der Artikel § 154 des Baugesetzbuches bestimmt die Mitfinanzierung Wert steigernder Aktivitäten in einem Sanierungsgebiet durch die Grundstückseigentümer, deren Höhe sich aus der Differenz des Grundstückswertes vor und nach der Maßnahme ergibt. Fällig sind diese Beträge per Bescheid nach Abschluss der Sanierungen. Damit die noch ausstehenden Projekte nicht ausschließlich  vorfinanziert werden müssen, hat die Stadtverwaltung schon einmal um eine freiwillige Vorauszahlung gebeten. Leider sind dadurch bisher nur relativ klägliche 100.000 Euro zusammengekommen.

Nicht minder sehenswert sind die Ergebnisse aus den EFRE Projekten (Europäischer Fond für Regionale Entwicklung). Neben der sichtbaren Bauwerke wie der Neugestaltung des Puschkinplatzes (380 TEUR), der neu angelegten Grünfläche an der Liststraße (275 TEUR), der Umgestaltung des Großenhainer Platzes um die Petri-Kirche herum (1.125 TEUR) und der Restaurierung des Taubenturmes und des Gartenhauses der St. Petri Gemeinde (109 TEUR) sind es hier vor allem Investitionen in Softprojekte, die überraschen. Zur Vermittlung sozialer Kompetenz und zur Gewaltprävention wurden beim Schultheater Dresden organisiert vom Roter Baum e.V. und beim Schulverein Makarenko Schule (36 TEUR) über zwei Jahre aktive Jugendarbeit finanziert, die nun auch für weitere zwei Jahre verlängert werden.

Ebenso schöne Projekte mit EFRE Mitteln unterstützt, sind der Mehrgenerationengarten „Aprikosen für Alle“ neben der Makarenko-Schule (60 TEUR) organisiert vom Verein Pro Pieschen, die vom Projekt Neuland initiierten kulturellen und sozialen Netzwerke und die vom Kinder- und Jugendprojekt Geh 8 ins Leben gerufene Stadtsafari – Entdecke Deine Stadt und wie funktioniert Stadtplanung. Für die meisten Projekte wird es auch zukünftig finanzielle Unterstützung geben durch das neue EU Förderprogramm ESF = Europäischer Sozialfond.

Frank Walther, 14. Dezember 2013

Vereinssport in Pieschen ist ausbaufähig

Nach einer Studie der Stadt Dresden sind derzeit etwa 18% der Einwohner in Sportvereinen organisiert, bundesweit liegt der Durchschnitt sogar bei 30%. Bei rund 60.000 Menschen die allein im Stadtgebiet Pieschen leben, macht das so 10 bis 18.000 am organisierten Sport interessierte Bürger aus. Der größte Sportverein im Stadtteil Motor Mickten e.V. hat aber im Moment nur gut 1.600 Mitglieder, wie Veit Böhm und Frank Walther im Gespräch mit dem neuen Geschäftsführer Stefan Sadlau und Vorstandmitglied Frank Elsner am vergangenen Donnerstag erfuhren. Hier gibt es also noch viel Potential für ein kräftiges Wachstum.

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Wenn Motor Mickten allein seine Warteliste aufarbeiten würde, könnte sich der auf reine indoor Sportarten orientierte Verein von heute auf morgen auf 2.500 Mitglieder vergrößern. Doch es fehlt einfach an ausreichend Sporthallen im schnell wachsenden Stadtgebiet von Pieschen. Dabei kann sich der Sportverein glücklich schätzen, vor Jahren die Investition für eine eigene Sporthalle gewagt zu haben. Damit ist man Herr im Haus und in einer besseren Position bei Zeitplänen gegenüber dem angenzenden Pestalozzi Gymnasium, das die Halle auch für den Schulsport nutzt.

Üblicherweise ist die Situation umgedreht und die Schulen geben ihre freien Zeiten an die Vereine ab. Gerade die sind in letzter Zeit erheblich geschrumpft, besonders durch den allgemeinen Willen zur Ganztagsschule, welche die Hallen oft bis 18 Uhr belegt und dann den Kindersport wochentags eher unmöglich macht. Wenn gleich auch die Suche nach Trainern vor 18 Uhr für die Vereine ein ebenso großes Problem darstellt. So liegt die Hoffnung derzeit auf einem gerade in der Stadtverwaltung in Arbeit befindlichen Regelungsmodell, das die Situation neben individuellen persönlichen Absprachen auf offiziellem Weg etwas entkrampfen soll.

Positiv stimmt zu dem auch das aktuelle Angebot der Stadt an die beiden großen Vereine Motor Mickten und TSV Rotation künftig Hauptmieter neben der Schule in der derzeit in Planung befindlichen großen Sporthalle von Oberschule und Gymnasium an der Gehestraße zu werden. Wie Veit Böhm und Frank Walther außerdem kürzlich von Schulbürgermeister Lehmann erfuhren, werden dieses Jahr noch zwei große Sporthallen in Dresden nach der Komplettsanierung wieder nutzbar sein und den gesamtstädtischen Run auf die Hallen etwas lockern.

Am besten wäre es jedoch, die Sportvereine in Pieschen würden es nochmals schaffen, eine eigene Sporthalle zu realisieren. Doch dies ist nicht einfach. Die Auswahl an geeigneten und bezahlbaren Grundstücken ist überschaubar. Zu dem ist das finanzielle Polster bei ständig steigenden Baukosten und im Gegensatz zu damals jetzt notwendigen 30% Eigenkapitals für entsprechende Fördermittel allein nicht stark genug. Eine mögliche Lösung wäre daher, der Zusammenschluß aller Pieschner Sportvereine beim Projekt eigene Sporthalle. Die CDU Pieschen wird sich deshalb um ein Treffen der Vereinsvorsitzenden in den nächsten Wochen bemühen und den Prozess unterstützend begleiten.

Frank Walther, 24. Februar 2014