Autobahnanbindung Radebeul – Dresden Kaditz

Neue Straße durch Kaditz nicht notwendig!

Steter Tropfen höhlt den Stein – so könnte man die Methode der Stadt Radebeul beschreiben in Bezug auf eine neue Autobahnanbindung für die Gewerbeansiedlungen in Radebeul-Ost. Vor 10 Jahren begann es, als Radebeul das erste Mal die Stadt Dresden bat, den Bau einer neuen Straße durch Dresden-Kaditz zur Autobahnauffahrt Dresden-Neustadt zu prüfen.

Parkende Autos am Straßenrand

Seit dem ist insbesondere das Dresdner Stadtplanungsamt kontinuierlich mit Voruntersuchungen möglicher Trassen Varianten, Kostenschätzungen, Verkehrsberechnungen  und verschiedener Stellennahmen beschäftigt. Das Ergebnis ist seitdem das Gleiche: die Stadt Dresden hat nichts von einer Straße eigens für Radebeul. Deshalb wurde sie bisher auch gebetsmühlenartig abgelehnt, so Dr. Matthias Mohaupt, Abteilungsleiter Verkehrsentwicklungsplanung bei der gestrigen Ortsbeiratssitzung in Pieschen.

Die Fachämter der Stadt Dresden sehen keine Notwendigkeit für eine neue Lkw-Trasse quer durch das Stadtgebiet Kaditz, die viele Anwohner und Kleingärtner betreffen könnte und für die Schutzbedürftigkeit besteht. Es gibt wesentlich wichtigere Investitionen, als den Neubau einer mehrere Millionen teuren  Straße insbesondere da die Dresdner Gewerbegebiete bereits gut erschlossen sind.

Trotzdem wird Radebeul nicht müde, immer wieder an derselben Stelle zu bohren. Eine aktuelle Studie, deren Kosten sich Dresden und Radebeul übrigens teilen, bevorzugt erneut die Variante Verlängerung der Emilienstraße bis zur Kötzschenbrodaer Straße. Auf ihr soll nach statistischen Berechnungen die vergleichsweise geringe Anzahl von 3000 Autos pro Tag rollen, wobei davon gerademal 5% Lkws sein dürften. Zu befürchten wäre jedoch, dass sich diese Zahl durch die Ableitung des Verkehrs von der Meißner Straße beträchtlich erhöhen könnte. Eine in den nächsten Wochen stattfindende offizielle Verkehrszählung wird die realen Zahlen offenlegen, die sich sicher mit den noch geringeren Resultaten einer Zählung der Bürgerinitiative decken wird.

Die einfachste Lösung, eine bessere Ausschilderung der bestehenden Straßenführung am Elbepark hinter IKEA vorbei zur Rankestraße, die auch im Lkw-Führungskonzept der Stadt Dresden von 2008 beschrieben wird, scheint an eher bürokratischen Hindernissen, wie Überbelegung vorhandener Verkehrszeichen, Elbepark als privates Grundstück und diversen Sicherheitsbedenken bei der Wahrnehmung der Schilder, zu scheitern.

Angesichts knapper öffentlicher Kassen und weit wichtigerer Aufgaben in der Stadt besteht die berechtige Hoffnung, dass diese widersinnigen Planungsaktivitäten bald eingestellt und die Ressourcen sinnvoller eingesetzt werden. Den berechtigten Protest und Widerstand der Kaditzer Anwohner und Kleingärtner gegen die Baupläne begleiten und unterstützen wir als Pieschner CDU jedenfalls tatkräftig. Am 27. November 2012 wird das Dresdner Stadtplanungsamt in einer Einwohnerversammlung über die Hintergründe und den aktuellen Stand alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus erster Hand informieren.

Frank Walther, 10. Oktober 2012

2 Gedanken zu „Autobahnanbindung Radebeul – Dresden Kaditz

  1. CDU Pieschen fordert Planungsstopp für neue Lkw-Trasse in Kaditz (Pressemitteilung vom 02.01.2013)

    Veit Böhm, Ortsverbandsvorsitzender der CDU Pieschen engagiert sich für die sofortige Einstellung aller Planungen zum Bau einer neuen Lkw-Trasse bzw. zum Ausbau bestehender Straßenverbindungen zwischen Radebeul und Kaditz mit dem Ziel der Aufnahme von Schwerlastverkehr. „Nach der Einwohnerversammlung im November 2012 sollte klar sein, dass es weder Bedarf für eine solche Verkehrsverbindung gibt, noch würde sie von den Bürgern akzeptiert. Darum werden wir einen Antrag in den Stadtrat einbringen, diese Planungen zu stoppen.“

    In einer Einwohnerversammlung am 27.11.2012 hatte Oberbürgermeisterin Helma Orosz entsprechende Planungsvarianten vorgestellt. Alle Varianten waren mit einer starken Zunahme von Schwerlast- und Pkw-Verkehr in Kaditz verbunden. In deren Folge ist mit verstärkter Belästigung durch Lärm, Staub sowie mit einem erhöhten Unfallrisiko zu rechnen. „Mehrere Varianten greifen in unvertretbarer Art in Kleingartensparten und gewachsene Wohnbebauung ein. Die CDU Pieschen unterstützt die Anliegen der Bürgerinitiativen und Kleingartensparten vor Ort. Darum wollen wir, dass diese Planungen als Reaktion auf die Einwohnerversammlung sofort beendet werden.“ Hierzu führt Böhm seit Monaten mit den Interessenvertretern intensive Gespräche.

    Stadtrat Lars Kluger hat den Antrag bereits an die CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat weitergeleitet und rechnet mit Unterstützung durch die Fraktion.

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  2. Neue Lkw-Trasse in Kaditz kurz vor dem politischen Aus (Pressemitteilung vom 14.03.2013)

    Dank des Engagements des CDU-Ortsverbandes Pieschen könnten die Diskussionen um den Bau einer neuen Lkw-Trasse von Radebeul über Kaditz bald ein Ende haben. „Wir freuen uns, dass wir unsere Stadtratsfraktion überzeugen konnten, dass die Verunsicherung unserer Bürger in Dresden Kaditz aufhören muss“, so CDU-Ortsverbandsvorsitzender Veit Böhm.

    Alle bisher vorgestellten und jahrelang diskutierten Trassen-Varianten bedeuten tiefe Einschnitte in die Lebensqualität der Menschen und eine nachhaltige Beeinträchtigung der Natur. Die Stadt Dresden zieht aus dem Bau einer millionenteuren neuen Straße keinerlei Vorteil, auch ist der Nachweis der wirklichen Notwendigkeit bisher in keinster Weise erwiesen.

    Am kommenden Dienstag, den 19. März 2013 entscheidet zunächst der Ortsbeirat in Pieschen über den Antrag der CDU-Stadtratsfraktion die teilweise seit Jahren laufenden Planungen zum Bau einer neuen Lkw-Trasse in Dresden Kaditz einzustellen und die dadurch freiwerdenden finanziellen, sächlichen und personellen Mittel für die Planung anderer, wirklich wichtiger, Projekte zu verwenden.

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