Sanierungsgebiet Pieschen und EFRE Förderung

Pieschen blüht auf Dank umfangreicher Förderung

Im Rahmen des Sanierungsgebietes Pieschen werden in der Zeit von 1991 bis 2017 insgesamt 45,6 Mio  Euro in unserem Stadtgebiet investiert. Dazu gehören u.a. die Neugestaltung des Schulhofes der Gemeinschaftsschule an der Robert Matzke Strasse, der neue Sportplatz der Makarenko-Schule, die Molenbrücke in Mickten und die Unterstützung bei der Sanierung des Gebäudes der ehemaligen Schokoladenfabrik auf der Bürgerstrasse.

- keine Angabe im huGO-Archivsystem -

Etwa 2,2 Mio Euro sind noch nötig um zwei geplante Projekte fertigzustellen. Der Bau der Erschließungsstrasse zwischen der Moritzburger und der Konkordienstrasse mit dem schönen Namen „Pieschner Melodien“ beginnt nächstes Jahr mit der Verlegung der Gartensparte Konkordia. 2015 rücken dann die Baufahrzeuge an und 2016 soll alles fertig sein. Im ähnlichen Zeitraum wird auch die Markuspassage angepackt, die die Leipziger mit der Bürgerstrasse verbinden wird und so das bisher brachliegende Gelände für Investoren erschließen soll.

Fest eingeplant sind Ausgleichsbeträge in Höhe von 3,5 Mio Euro, die die betroffenen Grundstückseigentümer zahlen müssen. Der Artikel § 154 des Baugesetzbuches bestimmt die Mitfinanzierung Wert steigernder Aktivitäten in einem Sanierungsgebiet durch die Grundstückseigentümer, deren Höhe sich aus der Differenz des Grundstückswertes vor und nach der Maßnahme ergibt. Fällig sind diese Beträge per Bescheid nach Abschluss der Sanierungen. Damit die noch ausstehenden Projekte nicht ausschließlich  vorfinanziert werden müssen, hat die Stadtverwaltung schon einmal um eine freiwillige Vorauszahlung gebeten. Leider sind dadurch bisher nur relativ klägliche 100.000 Euro zusammengekommen.

Nicht minder sehenswert sind die Ergebnisse aus den EFRE Projekten (Europäischer Fond für Regionale Entwicklung). Neben der sichtbaren Bauwerke wie der Neugestaltung des Puschkinplatzes (380 TEUR), der neu angelegten Grünfläche an der Liststraße (275 TEUR), der Umgestaltung des Großenhainer Platzes um die Petri-Kirche herum (1.125 TEUR) und der Restaurierung des Taubenturmes und des Gartenhauses der St. Petri Gemeinde (109 TEUR) sind es hier vor allem Investitionen in Softprojekte, die überraschen. Zur Vermittlung sozialer Kompetenz und zur Gewaltprävention wurden beim Schultheater Dresden organisiert vom Roter Baum e.V. und beim Schulverein Makarenko Schule (36 TEUR) über zwei Jahre aktive Jugendarbeit finanziert, die nun auch für weitere zwei Jahre verlängert werden.

Ebenso schöne Projekte mit EFRE Mitteln unterstützt, sind der Mehrgenerationengarten „Aprikosen für Alle“ neben der Makarenko-Schule (60 TEUR) organisiert vom Verein Pro Pieschen, die vom Projekt Neuland initiierten kulturellen und sozialen Netzwerke und die vom Kinder- und Jugendprojekt Geh 8 ins Leben gerufene Stadtsafari – Entdecke Deine Stadt und wie funktioniert Stadtplanung. Für die meisten Projekte wird es auch zukünftig finanzielle Unterstützung geben durch das neue EU Förderprogramm ESF = Europäischer Sozialfond.

Frank Walther, 14. Dezember 2013

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