Umbau Haltestelle nicht ohne Sanierung der Liststraße

Das große DVB Gleisdreieck Großenhainer Straße/Harkortstraße inklusive Haltestelle Liststraße ist dringend sanierungsbedürftig. Die starke Nutzung durch die Straßenbahnlinien 3 und 13 sowie die vielen Aus- und Einrückerfahrten zum Straßenbahnhof Trachenberge haben den Gleisen und Weichen in diesem Bereich stark zugesetzt. Außerdem entsprechen die technischen Anforderungen an eine solche Haltestelle nicht mehr den modernen Richtlinien.

ListstrasseDer große Umbau der gesamten Anlage, den das Stadtplanungsamt zusammen mit der DVB geplant hat, stand daher auf der Tagesordnung der Aprilsitzung des Ortsbeirates Pieschen. Die Pläne sehen vor, die Gleise auf den neuen Achsabstand von 3 Metern zu erweitern und die Haltestelle behindertengerecht und barrierefrei einzurichten, sowie deren Länge zu vergrößern, so dass beide Straßenbahnlinien zusammen halten können und schnelle Anschlüsse möglich werden. Die Busse werden dann auch in der Mitte auf dem Gleisbett halten. Damit entfallen die separaten Haltestellen am Fahrbahnrand, was zum einen den Autostau stadteinwärts auflöst und andererseits ein sicheres Umsteigen zwischen Bus und Bahn ermöglicht.

Die etwa 3,18 Mio Euro teuren Baumaßnahmen werden komplett von der DVB übernommen und belasten nicht das städttische Baubudget. Alles prima, bis auf einen kleinen Haken, der auch zu einer größeren Diskussion im Ortsbeirat führte. Durch die Verlängerung der Haltestelle ist kein Platz mehr für die Linksabbiegerspur von der Großenhainer Straße direkt in die Harkortstraße. Durch die  Baumaßnahmen der Deutschen Bahn ist dies schon seit längerem nicht mehr möglich. Wer in Richtung Bürgerstraße will, muß vorher in die Liststraße abbiegen. Doch nun soll dies dauerhaft so bleiben.

Für die CDU Pieschen ist das trotzdem eine vertretbare Lösung, wenn die Belastung für die Anwohner der Liststraße weitesgehend begrenzt wird. Praktisch bedeutet das den Austausch des groben Straßenpflasters durch Asphaltbelag mit einem Kostenumfang von etwa 67.000 Euro. Auch die Stadtplaner haben das in ihrer Konzeption eigentlich schon so gesehen und den Deckentausch der Liststraße bereits einkalkuliert. Politische Aufmerksamkeit ist jedoch nötig, damit dies im Zuge der großen Baumaßnahmen auch wirklich realisiert wird.

Frank Walther, 15. April 2014

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