Grüne Wohnideen für Pieschen

Eine wachsende Stadt braucht Wohnraum. Kein Wunder, dass sich auch die Partei der Grünen dieses Themas annimmt. Ein Blick in das Wahlprogramm für die Stadtratswahl 2014 lohnt sich dabei.

Bauplan mit Blume IZuerst fällt der schöne Begriff städtisches Wohnvermögen mit Mietpreisbremse auf. Warum nicht gleich so ehrlich sein und wie die Linke die Wiedereinführung der Woba fordern. Das Ziel ist doch das gleiche, der Ruf nach der allmächtigen Kraft des Staates. Das Unvermögen, das man dem eigenverantwortlichen Unternehmer bescheinigt, soll die öffentliche Hand mal wieder besser machen können. Mit welcher Begründung bleibt offen.

Gern wird hier immer wieder unter den Tisch gekehrt, dass gerade der Verkauf der städtischen Woba Dresden auf einen Schlag schuldenfrei machte. Unsere Stadt ist fortan nicht mehr, wie unzählige andere Städte, gezwungen gutes Geld in Zinsen und Kredittilgung zu stecken. Geld, das wir gut gebrauchen können, u.a. Kitas und Schulen zu bauen. Dresden erfährt derzeit ein gigantisches Investitionsprogramm, welches ganz nebenher viele wichtige Arbeitsplätze schafft und nochmals zum Wachstum unserer Stadt beiträgt.

Die Wiedergründung einer Woba wäre der erneute Einstieg in die Schuldenfalle. Warum sollte eine städtische Behörde beim Bau und der Verwaltung von Wohnraum effektiver sein, als ein Privatunternehmen? Was bedeutet eine Mietpreisbremse in der Realität? Das Mieten sich über kurz oder lang von der Kostendeckung entfernen, das Häuser nicht mehr modernisiert werden können, verfallen und unattraktiv werden, Menschen wegziehen und soziale Spannungsräume entstehen.

Die CDU Dresden setzt auch beim Wohnraum auf die Grundwerte unseres Systems, die soziale Marktwirtschaft. Eine unter sozialem Aspekt kontrollierte und gesteuerte Privatwirtschaft. Ein erstes Intrument, damit der leicht angespannte Wohnungsmarkt gelockert wird, ist die Ausweisung von mehr Bauland und die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren. So kann mehr und schneller gebaut werden. Das Angebot an Wohnraum wird größer, die Preise bleiben stabil, Mieter und Wohnungskäufer bekommen eine stärkere Position. Ganz nebenbei wird dadurch auch noch die Konjunktur angeregt.

Zwei andere Begriffe fallen zu dem im Wahlprogramm der Grünen auf: Hafencity und Alter Leipziger Bahnhof. Da ist man dagegen, dass am alten Neustädter Hafen gebaut wird, weil Überflutungsfläche zerstört wird, ignoriert jedoch immer wieder, dass der Investor alle baulichen Anforderungen an Flutschutz und Retentionsflächen erfüllen wird. Noch dazu Hochwasserschutzbauten, für die keine öffentlichen Gelder zur Verfügung stehen, in Eigenleistung übernimmt. Ist dies nicht alles eher eine Neiddiskussion oder die Angst vor einer Aufwertung unseres Stadtteils.

Deutlicher wird die Absurdität, da sich die Grünen das Bauen von neuen Wohnungen schon 100 Meter weiter auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs sehr wohl vorstellen können. Eine Fläche, die von zwei gut frequentierten Bahnlinien und der vielbefahrenen Leipziger Straße eingerahmt wird, dürfte wohl zum Wohnen wenig reizvoll sein.

Genauer hingeschaut, sind die grünen Wohnidee für Pieschen konzeptlos und der Ruf nach dem Staat, ein trauriges Zeichen für das eher linke Gedankengut der Partei.

Frank Walther, 8. Mai 2014

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s