Neue Einfamilienhäuser an der Neuländer Straße

Auf der schon länger brachliegenden ehemaligen Gärtnerei an der Neuländer Straße in Dresden Trachau werden in den nächsten Monaten sechs neue Einfamilienhäuser durch die Firma SchwörerHaus entstehen. So sieht es die von Hillrich Teismann vom Dresdner Stadtplanungsamt vorgestellte Beschlussvorlage im Ortsbeirat Pieschen am letzten Dienstag vor.

Neuländer Straße TrachauErschlossen wird das Gelände durch eine in der Mitte durchgehende öffentliche und auch vom Bauträger finanzierte Straße, die bis zur fiktiven Galileistraße führt und dort mit einer zum Wenden geeigneten T-Form endet. Die großen im Zentrum gelegenen Rotbuchen bleiben als Grünzone erhalten. Baurechtlich gesehen liegt die Fläche im Innenbereich und das Bauvorhaben schliesst eine Baulücke, was ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren ermöglicht.

Im Zuge der Diskussion um die zukünftige Bebauung, die sich hervorragend in die umliegende Wohnsiedlung einpasst und ganz dem Ziel der Pieschner CDU nach mehr kleinteiligen individuellen Wohnformen in unserem Stadtgebiet entspricht, kam auch das alte Thema zur schon seit Jahrzehnten geplanten Verlängerung der Galileistraße auf.

Mitte der Dreißiger Jahre nur als Sackgasse entstanden, sollte die Galileistraße als Seitenstraße der Neuländer Straße den gesamten Trachauer Hang im Inneren erschließen. Dafür mussten die Anlieger seinerzeit einen Teil ihrer Grundstücke an die Stadt abtreten. Doch weitergebaut wurde die Straße bisher nicht.

Seinen Unmut darüber brachte auch Reinhard Decker, einer der betroffenen Anwohner und Vertreter für 10 seiner Nachbarn, zum Ausdruck. Die Grundstücksbesitzer in Richtung Schützenhofstraße hoffen ihre Häuser auch von oben zu erreichen, um nicht alles den Berg hinauf zu schleppen. Andere wollen ihre Grundstücke sinnvollerweise weiter bebauen und brauchen die Straße als Zufahrt.

Das Stadtplanungsamt sieht trotz mehrfacher Anfragen der Bürger derzeit keine Notwendigkeit weder bei der Planung aktiv zu werden, noch Geld für den Bau einzusetzen, da ein wesentlicher Teil des Gebietes um die Galileistraße in der Einflugschneise des Flughafens liegt und dadurch die Entstehung neuer Wohngebiete ausgeschlossen ist. Damit wäre auch der Bau einer Straße nicht erklärbar.

Die eigentlich kurz bevorstehende Novellierung des Lärmschutzgesetzes könnte an dieser Situation schon bald etwas ändern. Nach den neuen Vorgaben soll sich die Lärmschutzlinie etwas weiter nach Osten verschieben, so dass dann die Baugebietsplanungen und damit das weitere Bauen in diesem Gebiet möglich werden würde.

Frank Walther, 11. Juni 2014

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s