Neuer Schulcampus Pieschen nimmt Form an

Damit im Sommer 2018 die ersten der fast 2.000 Schüler die neue 145. Oberschule und das neue Gymnasium Pieschen an der Gehestraße betreten können, wurde heute im Lichthof des Dresdner Rathauses ein großer Schritt getan. Der Planungswettbewerb wurde von Schulbürgermeister Winfried Lehmann offiziell beendet und der Sieger präsentiert. Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft ppp Petersen, Pörksen, Partner GmbH Lübeck; Consulting und Engineering GmbH Chemnitz und Ingenieurbüro Bauwesen GmbH Chemnitz hat die Jury überzeugt.

An dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb hatten 29 Büros ihr Interesse bekundet. 15 von ihnen wurden eingeladen und letztlich 14 Entwürfe eingereicht. Bei allen Konzepten sind die Aula und die Sporthallen als verbindende Elemente beider großer Schulgebäude mit jeweils etwa 48 Klassenräumen erkennbar. Wichtig bei der Entscheidung war, dass trotz der enormen Ausmaße der Anlagen kleine Raumstrukturen entstehen, die Möglichkeiten der Identifikation und Arbeiten in kleinen Einheiten sogenannter Cluster eröffnen. Die Gewinner haben zudem noch geschickt die Gebäudekanten der umliegenden Bebauung als städtebauliches Element aufgenommen.

Auf dem ehemaligen Bahngelände werden nun für unglaubliche 62 Millionen Euro ein fünfziges Gymnasium für bis zu 1.120 Schüler, eine fünfzügige Oberschule für 840 Schüler, eine 4+1-Felder-Sporthalle und eine 3-Felder-Sporthalle mit Frei- und Sportfreiflächen errichtet. Die im Masterplan Leipziger Vorstadt vorgesehene Grünspange wird entlang der Gehestraße ebenfalls umgesetzt und das alte Gebäude mit dem Künstlerverein Geh 8 eingebunden. Das denkmalgeschützte Backsteingebäude an der Ecke zur Erfurter Straße soll durch ein Stadtteilcafé, Bibliothek oder Sportlerheim wiederbelebt werden.

Noch dieses Jahr werden die auf dem Grundstück lebenden Zauneidechsen von Artenschutzspezialisten in ein eigenes Habitat entlang der Bahnlinie umgesetzt. Außerdem beginnen archäologische Untersuchungen. Vermutet werden auf dem Grundstück Funde aus der Bronzezeit.

Fragwürdig ist, warum die auf dem spitzen Grundstücksende in Richtung Harkortstraße vorgesehene und noch im Entwurf eingezeichnete neue Kita nicht mehr gebaut werden soll. Angeblich gibt es andere attraktivere Kita-Standorte in der Umsetzung. Mit Spannung erwarten wir dazu die Präsentation der Fortschreibung des Kita-Fachplans im Ortsbeirat voraussichtlich im Mai.

Auf jeden Fall ist es ein toller Entwurf für die Schulneubauten, der für Pieschen und insbesondere für den Stadtteil Neudorf eine außerordentliche Aufwertung mit unschätzbar wertvollem Ausstrahlungseffekt bedeutet. Die Planungsentwürfe können noch bis zum 20. April 2015 während der normalen Rathausöffnungszeiten besichtigt werden.

Frank Walther, 14. April 2015

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