Aus Sconto wird Höffner online

Der online Handel greift mit steigender Tendenz auch nach Möbeln, so Andreas Uhlig von der Höffner Gruppe während der September Ortsbeiratssitzung in Pieschen. Der lokale Handel reagiert darauf gezwungenermaßen mit eigentlich unwirtschaftlicher Flächenausweitung.

Der ideale Höffner Möbelmarkt liegt nun bei 40.000 m². Dafür fehlen im Elbepark noch etwa 5.600 m², die bereits vorhanden sind, jedoch zur Sparte Bau- und Gartenmarkt gehören und derzeit ungenutzt sind. Der Ortsbeirat folgte daher dem Antrag des Unternehmens, diese Fläche der nicht zentrumsrelevanten Sparte Möbel neu zuzuordnen. Dazu wird das Lager in der ersten Etage von Höffner geräumt und die Premium Abteilung vergrößert.

Das Möbellager hingegen soll auf der ursprünglich für Sconto vorgesehenen brachliegenden Fläche nebenan auf der anderen Seite der Lommatzscher Straße entstehen. Wer bei Höffner online einkauft, kann dann  zudem seine Möbel über die Lagereinfahrt von der Pieschner Straße selber abholen. Auch dieser Antrag fand mehrheitlich Unterstützung, jedoch nur mit dem von uns eingebrachten Ergänzungsantrag, für die äußere Gebäudegestaltung insbesondere die Fassade ein Werkstattverfahren durchzuführen.

Frank Walther, 14. September 2015

Links-Grüner Stumpfsinn in Kaditz-Mickten

Seit Jahren wird beim Wohnprojekt Marina Garden am Alexander-Puschkin-Platz um jede Etage, jeden Meter und die Erhaltung der segensreichen Arbeitsplätze der Kreativwirtschaft auf das Heftigste gekämpft. Nur zwei Kilometer weiter westlich ist bei den Pieschner links-grünen Ortsbeiratsmitgliedern plötzlich alles egal. Ist das nun Unvermögen, Trägheit oder schlicht weg Desinteresse?

Wir freuen uns sehr, dass auf der seit Jahren voll erschlossenen Brache zwischen Sternstraße und Flutrinne endlich etwas passieren soll. Die Absicht des in der gestrigen Ortsbeiratssitzung anwesenden Eigentümers dort Wohnungen für etwa 1.500 Menschen zu bauen, scheint ernsthaft zu sein. Trotzdem ist es der CDU Pieschen nicht gleichgültig, wie gebaut wird.

Mit der von Hillrich Teismann, Sachgebietsleiter im Stadtplanungsamt Dresden vollmundig präsentierten fünf bis sechs geschossigen Blockbebauung plus ausgebautem Dachgeschoss bis an die Flutrinne heran, werden wir uns nicht abfinden. Die Notwendigkeit die schwer verdauliche Klagemauer gegenüber der Sparkassenversicherung architektonisch weiterführen zu müssen, erschließt sich für uns nicht. Was bei Marina Garden und Hafencity unmöglich ist, wird hier jedoch von der Links-Grünen-Mehrheit einfach hingenommen. Unser Änderungsantrag dazu wurde nur in deutlich abgeschwächter Form bestätigt.

Problematisch für das neue Wohngebiet ist das angegrenzende Gewerbegebiet an der Böcklinstraße. Von dort ausgehender Lärm macht besondere bauliche Auflagen wie schallisolierte Fenster oder Verlagerung der Schlafräume auf die andere Seite notwendig. Bemerkenswert ist, dass mit zunehmender Gebäudehöhe das Lärmproblem zunimmt. Statt auch deshalb die Etagen zu reduzieren und wie von uns vorgeschlagen, den schützenden Grünstreifen zu verbreitern, machte Herr Teismann deutlich, dass er die Lösung eher in der sukzessiven Abwicklung des Gewerbehofes sieht. So sollen ernsthaft Standortgenehmigungen geprüft werden, in der Hoffnung, das Problem verflüchtigt sich. Wohin die Gewerbetreibenden sollen und das damit Existenzen auf dem Spiel stehen, scheint ohne Bedeutung.

Ein besonderes stadtplanerisches Schmankerl ist die Idee, die bestehenden Grünachse, die diagonal durch das große Baugebiet oberhalb der Sternstraße führt, am unteren Ende aufwendig umzuverlegen und diesen Grünzug dann bis zur Flutrinne zu verlängern. Diese schillernde Erleuchtung eines extra beauftragten Planungsbüros soll Investoren begeistern, nun dort endlich zu bauen. Komisch nur, dass dem anwesenden Grundstückseigentümer dies auf Nachfrage ziemlich egal war. In der Umsetzung bedeutet es aber, mittlerweile recht stattliche Bäume zu fällen, neu gebaute Straßen und Medienanschlüsse umzulegen. Den dafür notwendigen sechsstelligen Geldbetrag könnten nach Auffassung von Herrn Teismann später die Investoren per Umlage tragen. Unser Änderungsantrag auf diesen Irrsinn zu verzichten, fand leider keine Mehrheit.

Unsere Einwände, die im Verkehrsentwicklungsplan 2025 angedachte Brücke vom Ostragehege in Richtung Elbepark bei den Planungen zu berücksichtigen und das Gesamtkonzept für das große Wohngebiet im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung vorzustellen, wurde glücklicherweise mehrheitlich bestätigt.

Wir jedenfalls werden weiter dafür kämpfen, dass die Chance auf ein neues, attraktives Wohngebiet mit hoher Lebensqualität nicht vertan wird, genauso wie uns die Gewerbetreibenden an der Böcklinstrasse nicht egal sind.

Frank Walther, 9. September 2015

Ohne harte Arbeit wird es nichts!

Tief sitzt der Schock über die verlorene Oberbürgermeisterwahl in Dresden. Der Abwärtskurs der CDU-Wahlergebnisse ist bis auf einen positiven Ausrutscher im Jahr 1999 unverkennbar, wenn auch im Trend mit anderen Großstädten. Höchste Zeit sich grundlegend über die Situation unsere Partei Gedanken zu machen. So auch am vergangenen Donnerstagabend im CDU Ortsverband Pieschen gemeinsam mit Kreisvorsitzendem Christian Hartmann und Landtagsabgeordnetem Patrick Schreiber.

Sichere Mehrheitsverhältnisse für die CDU im Stadtrat und die Besetzung der Schlüsselpositionen bei den Bürgermeistern über viele Jahre haben Dresden zu einem großartigen Aufschwung und einer unvergleichlich hohen Lebensqualität und Anziehungskraft verholfen, auf der anderen Seite aber auch eine lähmende Selbstzufriedenheit entwickelt. Seit langer Zeit wird wenig substanziell gehandelt, eher selbstgefällig verwaltet. Positionen werden mehr nach Besitzanspruch oder Beziehungsbonus verteilt, als fachlich und strategisch mit Enthusiasmus besetzt.

Soll der negative Trend gestoppt werden, ist eine Neuausrichtung der Partei notwendig, sowohl personell als auch inhaltlich. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren, für die wir geschätzt werden: solide Finanzen, Ordnung und Sauberkeit sowie Recht und Gesetz, Vertrauen und Stabilität. Entscheidend wird sein, wieder mit gut durchdachten und solide erarbeiteten Themen bei den Bürgern zu punkten. Trotz des Ringens um die Sache dürfen wir uns vom politischen Gegner nicht vereinnahmen und zur Unsichtbarkeit weichspülen lassen, sondern konsequent unsere Prinzipien demonstrieren und nach Kräften durchsetzen. Nur so gewinnen wir wieder an Profil und Entschlossenheit.

Frank Walther, 6. September 2015

Neue Rettungswache Dresden-Pieschen eröffnet!

Im Oktober 2013 bestätigte der Ausschuss für Finanzen und Liegenschaften der Landeshauptstadt Dresden den Neubau der Rettungswache Pieschen auf der Großenhainer Straße. Für die Baumaßnahmen, die Anfang des Jahres 2014 begannen, wurden Insgesamt 2,9 Mio. Euro investiert.

Dieser neue Standort der Rettungswache Pieschen ist für die Abdeckung der Rettungsdiensteinsätze in den Bereichen Pieschen, Trachenberge, Mickten und in Teilen der Dresdner-Neustadt vorgesehen und ist Bestandteil des Sicherheits- und Rettungskonzeptes der Landeshauptstadt Dresden.

Der Landtagsabgeordnete StM. Markus Ulbig erklärt dazu:
„Mit der Fertigstellung und der in Kürze erfolgenden Inbetriebnahme dieser neuen Rettungswache wird den Anforderungen an ein modernes und abgestimmtes Sicherheits- und Rettungsnetz Rechnung getragen. Vor allem den Menschen vor Ort kommt diese Inbetriebnahme am neuen Standort zu Gute.“

Dresden, 31. August 2015