Geldsegen für Pieschen

Geht es nach den Vorstellungen des Dresdner Stadtentwicklungsamtes könnte unser Stadtteil mit einem 9 Mio Euro starken Investitionsrahmen von einem dritten EU-Förderprogramm profitieren, so Hans-Martin Pfohl zur Mai Ortsbeiratssitzung in Pieschen.

Der Freistaat Sachsen arbeitet derzeit an der Erstellung des Operationellen Programms für den Europäischen Fond für regionale Entwicklung der Förderperiode 2014 bis 2020. Nach derzeitigem Stand werden insgesamt 2,09 Mrd. Euro EFRE-Mittel für Sachsen zur Verfügung stehen. Das Programm „Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung“ wird voraussichtlich mit einem Volumen von 120 Mio. Euro ausgestattet sein, davon fließen 105,6 Mio. Euro nach Dresden und Chemnitz

Die Landeshauptstadt Dresden hat bereits in den EU-Förderperioden 2000 bis 2006 sowie 2007 bis 2013 sehr erfolgreich am Programm „Nachhaltige Stadtentwicklung“ teilgenommen. Seitdem wurden etwa 36 Mio. Euro investiert und etwa 27 Mio. Euro Fördermittel der EU eingesetzt.

Pieschen ist eines der drei Gebiete neben Johannstadt/Pirnaischer Vorstadt und Dresden Südwest/Cottaer Bogen mit denen sich Dresden um das neue Förderprogramm bewirbt. Vier Ziele stehen diesmal in Mittelpunkt:
1. Verringerung des Ausstoßes von CO2-Emissionen
2. Schutz, Förderung und Entwicklung des Kulturerbes
3. Umweltschutz und Förderung der nachhaltigen Nutzung der Ressourcen
4. Unterstützung der Sanierung sowie wirtschaftliche und soziale Belebung benachteiligter Gemeinden in städtischen und ländlichen Gebieten

Bei uns steht neben der Fortführung der bisherigen Stadterneuerungserfolge die energetische Ertüchtigung als zentrale Zielstellung. Schlüsselmaßnahme wird hier die Dükerung der Elbe und Realisierung einer Fernwärmeanbindung nach Pieschen, u. a. zur Anbindung des neuen Schulstandortes an der Gehestraße sein, die damit aber auch den größten Teil des Geldes aufbrauchen wird.

Daneben gibt es aber viele weitere Ideen, die in den kommenden Monaten für einer erfolgreiche Beantragung mit Leben erfüllt werden müssen: die Sanierung des Gebäudes des Kunstraum und Ateliers e.V. Geh8; die Schaffung von Radwegeverbindungen vom Puschkinplatz zur Elbe und in der Anton-Günther-Kleingartensparte sowie deren öffentliche Begehbarkeit; die Gestaltung der Freiflächen und der Grünspange am Bildungscampus Gehestraße oder die Einrichtung von Bürgergärten z.B. an der Konkordienstraße.

Besonders hellhörig wurden alle Ortsbeiräte, da neben einem ausgeglichenen Nutzungskonzept für die Hufewiesen auch das Sachsenbad mit bedacht werden soll. Gerade hier kommt es aber ganz wesentlich darauf an, dass ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept für das Gebäude erarbeitet wird. Trotz Kreativität und gemeinsamer Kraftanstrengung wird dieses EFRE-Programm für die Sanierung allein nicht reichen. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen könnte funktionieren, wenn zugleich der gesellschaftliche Wille vorhanden ist.

Frank Walther, 8. Mai 2015

Happy End für das Sachsenbad?

Kommentar zum SZ-Artikel „Neue Chance für das Sachsenbad“ vom 28. April 2015

Der Traum vom wiederbelebten Sachsenbad lässt sich nur verwirklichen, wenn es ein schlüssiges und langfristig tragfähiges Konzept gibt. Wenn die schönen, möglicherweise vorhandenen EFRE-Fördermittel verbaut sind, muss das große Gebäude danach betriebswirtschaftlich vernünftig zu betreiben sein. Eine Variante wäre ein Stadtteilzentrum mit verschiedenen Nutzungsformen einschließlich Wasserbecken in der mittleren Etage. Neue Wirtschaftsräume im Keller für den Sportplatz nebenan waren bereits in der alten Stesad-Studie vorgesehen. Damit das Projekt Sachsenbad gelingt, braucht es zu dem einen starken gemeinschaftlichen Ruck, damit es auf der langen Prioritätenliste der Stadt Dresden deutlich nach oben rückt.

Frank Walther, 29. April 2015

Dialogbox in Pieschen gut gefüllt

Eine Woche stand die Dialogbox von OB-Kandidat Markus Ulbig am Elbcenter in Pieschen. Die Passanten haben die Gelegenheit zum Gespräch reichlich genutzt und eine Vielzahl von Anregungen gegeben. Fragen, die nicht sofort geklärt werden konnten, werden zeitnah beantwortet. Alle Hinweise und Ideen fließen ein in die Aufgabenliste von Markus Ulbig als Oberbürgermeister von Dresden.

Die Bürger beschäftigt vorallem die Ordnung und Sauberkeit im Bezirk, wie Hundekot, Graffiti, das Abstellen von Mülltonnen im öffentlichen Raum oder fehlende Geldautomaten. Konkrete Vorschläge gibt es zur Verbesserung des Angebotes der DVB, wie z.B. eine Seniorenkarte, die Anerkennung des Sachsentickets  oder die Gründung eines Fahrgastbeirates. Wohnen ist ein wichtiges Thema besonders für Sozialschwache aber auch der Ausbau des Flutschutzes.

Oft gefragt wurde nach der Zukunft des Sachsenbades: „Ich kann hier eindeutig zwei wichtige und berechtigte Anliegen erkennen,“ so Markus Ulbig. „Der Dresdner Nordwesten braucht einerseits ein gut erreichbares und funktionelles Bad – dieser Wunsch zieht sich durch alle Bevölkerungsgruppen, von den Senioren bis hin zu jungen Familien. Andererseits gehört das Gebäude Sachsenbad zum Pieschener Ortsbild und liegt den Anwohnern sehr am Herzen. Die Lösung beider Probleme stellt für mich einen persönlichen Handlungsschwerpunkt dar und offenbart dabei die Möglichkeit, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Ich werde mich einsetzen für die Sanierung des Sachsenbades als öffentlich zugängliche Begegnungsstätte mit verschiedenartigen Nutzungskonzepten; dies kann auch, unter Beachtung vertretbarer Betriebskosten, ein Schwimmbad einschließen.“

„Kommunalpolitik bedeutet, Probleme zu erkennen, Lösungen zu finden und Chancen zu nutzen – wenn Bürger, Verwaltung und Politik an einem Strang ziehen und sich nicht gegenseitig ausbremsen, werden wir zusammen viel für Dresden erreichen. Weil Dresden etwas Besseres verdient hat.“ stellt der OB-Kandidat der CDU fest.

Pressemitteilung des CDU Ortsverbandes Pieschen
Frank Walther, 19. März 2015

Sachsenbad ist nicht oben auf der Liste

Die Pieschener CDU verfolgt mit Interesse die wieder aufgeflammte Diskussion um das Sachsenbad. Grundsätzlich sind auch wir allen ernsthaften und finanziell untersetzten Vorschlägen für eine zukünftige Verwendung der Brache gegenüber aufgeschlossen.

Sachsenbad„In Anbetracht der Haushaltslage weisen wir jedoch darauf hin, dass die Entwicklung von  Nutzungskonzepten nur durch private Investoren erfolgen kann, da städtische Gelder für die Sicherstellung der Pflichtaufgaben der Landeshauptstadt benötigt werden“, so  Stadtrat Veit Böhm. „Die Schaffung von ausreichend Schul- und Kitaplätzen sowie Maßnahmen des Hochwasserschutzes entlang der Leipziger Straße und im Bereich der Übigauer Insel haben in unserem Stadtteil eine deutlich höhere Priorität.“

Auch die CDU Pieschen erkennt den Bedarf für ein Schwimmbad in unserem Stadtgebiet auch im Hinblick steigender Einwohnerzahlen und mehr Kinder. Unverkennbar ist aber auch, dass sich von der für eine Sanierung des Sachsenbades notwendigen Investitionssumme wenigstens zwei neue moderne Schwimmbäder bauen liesen. Ebenso würden die laufenden Betriebskosten für dieses nicht mehr zeitgemäße Bauwerk deutlich über denen anderer Bäder liegen. Die CDU Pieschen plädiert daher für den Bau eines neuen Schwimmbades im Dresdner Norden als Gemeinschaftsstandort für alle Stadtgebiete im Umkreis.

Pressemitteilung vom 23.10.2014
Frank Walther

Pieschner sind interessiert an ihrem Stadtteil

Etwa 200 Bürgerinnen und Bürger von jung bis alt kamen zur Bürgerversammlung zum Thema Stadtentwicklung organisiert vom CDU Ortsverband Pieschen. Selbst Baubürgermeister Marx war sichtlich überrascht über das rege Interesse, das den großen Saal im Ball- und Brauhaus Watzke am Mittwoch gut füllte.

Stadtentwicklung Pieschen - wie weiter

Ziel der Veranstaltung, bei der auch Stadtrat Gunter Thiele im Präsidium saß, war es zunächst über den aktuellen Stand verschiedenster Bauprojekte im gesamten Stadtteil zwischen Trachau und Kaditz aus erster Hand zu informieren aber auch die Bürger einzuladen, sich aktiv in die Entwicklungsphasen einzubringen, ihre Meinung kundzutun und den Prozess weiterzutragen. Transparenz und offener Dialog sollten das Vertrauen in die verantwortungsvolle Politik der CDU mit und für die Bürger stärken, aus der alle Beteiligten Impulse und Begeisterung mitnehmen.

Da im Vordergrund die Baustellen standen, bei denen die Anwohner im Moment die größten Einflussmöglichkeiten haben, begann der Abend mit der Industriestrasse. Bürgermeister Marx präsentierte die derzeitige Vorzugsvariante für einen Ausbau, bei dem die Ansichten der Anwohner aus der auch von uns organisierten Bürgerversammlung vom letzten Jahr eingeflossen sind. Die bereits damals favorisierte Variante „Schutzstreifen“ wurde etwas modifiziert. Der wesentliche Punkt, Wegfall von vielen wichtigen Parkplätzen, soll nun durch einen Besucherparkplatz mit 80 Stellplätzen für das Krankenhaus Neustadt aufgefangen werden. Ein geeignetes Grundstück wurde bereits von der Stadt übertragen. Ob der Parkplatz auch wirklich zeitnah vom Krankenhaus eingerichtet wird, wird die CDU Pieschen kritisch beobachten.

Die Entwicklung des Wohngebietes an der Sternstrasse weckte, für uns zur Überraschung, beim Publikum relativ wenig Interesse genauso wie die von uns avisierte Umwandlung der bis heute brachliegenden Gewerbeflächen entlang der Heidestrasse in Wohnbauflächen. Hier ist offenbar die Betroffenheit bei diesen Themen noch minimal.

Die größte Anziehungskraft hatten wohl die Hufewiesen in Alttrachau. Durch die Aktivitäten der Bürgerinitiative und medial hochgespielt, ist dies momentan ein Dauerbrenner im Stadtgebiet, obwohl es rein faktisch auf offizieller Ebene derzeit die wenigstens Entscheidungsspielräume gibt. Marx machte sehr deutlich, dass es auf Grund gesetzlicher Lärmschutzvorgaben durch Bahn und Flugzeuge, nicht absehbare Überflutungsrichtlinien und Grenzen im Baugesetz auf absehbare Zeit keine Baugenehmigungen auf dieser Fläche geben wird. Die Bürgerinitiative sollte sich hier mit dem privaten Eigentümer, der natürlich ein Vermarktungsinteresse hat, über ein Konzept verständigen. Der Ruf nach öffentlichem Geld zum Ankauf des Grundstückes kann hier nicht die Lösung sein. Vielmehr ist bürgerschaftliches Engagement gefragt.

Die Realisierung der letzten großen Projekte aus dem Förderungprogramm „Sanierungsgebiet Pieschen“, in dem allein 56 Mio Euro Fördergelder verbaut wurden, beginnt 2015. Die Konkordienstraße wird durch einer Art Spielstraße mit dem schönen Namen „Pieschner Melodien“ verlängert. Sie soll die bisher kaum zugänglichen Innenbereiche des Wohnquartiers erschließen und eine verdichtende Wohnbebauung ermöglichen. Der Bau der Markuspassage war schon lange geplant und wurde durch zähe Grundstücksregulierungen verzögert. Nun soll die Lücke von der Leipziger Straße zur Bürgerstraße durch zwei Wohnblocks mit kleinen Geschäften im Erdgeschoss geschlossen werden.

Für die Ruinen des Sachsenbades und der alten Druckerei an der Riesaer Straße Nutzungsmöglichkeiten zu finden, steht bereits auf der Agenda der CDU Pieschen, so Ortsverbandsvorsitzender und Stadtratskandidat Veit Böhm. Wo sich für die Druckerei schon eine sehr schöne Lösung mit dem Einzug der Kreativwirtschaft und Enstehung des Zentralwerks abzeichnet, ist beim Sachsenbad noch alles offen. Klar ist, dass die Sanierungs- und späteren Betriebskosten als Schwimmbad zwei bis drei neue moderne Bäder rechtfertigen würden. Umbauten zu Schule oder Kindergarten sind gleichermaßen geprüft und finanziell ruinös. Damit scheidet eine Nutzung durch die öffentliche Hand aus. Gefragt sind nun private Konzepte für das zum Teil denkmalgeschützte Gebäude.

Letztes Diskussionthema an diesem Abend war auch die in Pieschen kritische Parkplatzsituation. Die schönen alten Mietshäuser aus der Gründerzeit waren nicht für ein oder zwei Autos pro Wohnung gedacht, so Bürgermeister Marx. Damit gibt es, wie auch in anderen Stadtteilen Dresdens, keine Patentlösung. Eine Möglichkeit sind Stadtteilparkhäuser, die jedoch privat finanziert und gebaut werden müssten. Erfahrungen haben aber gezeigt, dass diese zum Teil leer stehen, da die Anwohner die Kosten scheuen. Offensichtlich ist der Druck noch nicht groß genug. Eine andere Lösung sind die auch von der CDU Pieschen angestebten Parkraumkonzepte, d.h. Anwohnerparkausweise. Die sind aber auch nicht zum Nulltarif von der Stadt zu haben. Etwa EUR 30 pro Jahr pro Auto würde so ein Ausweis kosten, wobei keine wirkliche Parkplatzgarantie besteht, so Stadtrat Gunter Thiele. Also auch hier gibt es noch großen Diskussionsbedarf.

Insgesamt war dies eine sehr erfolgreiche Bürgerversammlung der CDU Pieschen, die wieder klug und angenehm vom stellvertretenden Ortsverbandsvorsitzenden Jens Pansegrau als Moderator geleitet wurde.

Frank Walther, 29. März 2014

Stadtentwicklung in Pieschen – wie weiter?

Bürgerversammlung
am 26. März 2014, 18:00 Uhr
im Ball- und Brauhaus Watzke

Stadtentwicklung in Pieschen - wie weiter?

Das Stadtgebiet Pieschen, früher mit einem weniger schönen Image behaftet, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Immer mehr Menschen zieht es hierher und besonders junge Familien mit Kindern. Gründe gibt es dafür wohl einige: verkehrsgünstige Lage zwischen Zentrum, Autobahn und dem Umland, hervorragende Anbindungen durch die öffentlichen Verkehrsmittel, eine sehr gute Infrastruktur mit attraktiven Einkaufsmärkten, die Elbnähe und in weiten Teilen eine liebevoll sanierte Altbausubstanz auch Dank enormer finanzieller Mittel aus dem Förderprogramm für Pieschen.

Der Zustrom bewirkt eine deutliche Verdichtung unseres Stadtteils. Brachen verschwinden, Grundstücke und Parkplätze werden rar, Innenhöfe enger, Mieten und Preise steigen spürbar. Andererseits gibt es Gebäude wie das Sachsenbad oder die ehemalige Druckerei an der Riesaer Straße aber auch Flächen wie an der Heidestraße, Sternstraße oder die geplante Markuspassage wo scheinbar nichts passiert. Bei den Hufewiesen, dem Ausbau der Industriestraße oder der kollabierenden Parkplatzknappheit erhitzen sich die Gemüter dagegen sehr.

In einer öffentlichen Bürgerversammlung am 26. März 2014, 18:00 im großen Saal des Ball- und Brauhauses Watzke möchte die CDU Dresden-Pieschen Licht ins Dunkel bringen. Baubürgermeister Jörn Marx und weitere Experten werden über den Planungsstand zahlreicher Projekte im Stadtgebiet informieren und die Vorstellungen der Verwaltung und der Politik erläutern. Die Bürger sind aufgerufen, zu fragen und ihre Ideen und Bedürfnisse zu artikulieren, die dann in die Konzeptionen einfließen werden.

„Wohin entwickelt sich unser Stadtgebiet? Wo kann zukünftig noch gebaut werden auch angesichts von Hochwasser und Fluglärm? Gibt es bei uns noch Bauflächen für kleinteilige individuelle Wohnformen um auch hier unseren Bürgern Entwicklungschancen zu bieten? Was können wir tun, um die Parkplatznot in den Kerngebieten zu lindern? Tagtäglich fahren wir an unschönen Brachen vorbei und fragen uns, warum passiert hier nichts? Das sind die Dinge, die auch uns als lokale Politiker bewegen“, so Veit Böhm, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Dresden Pieschen, „Wir wollen Antworten einfordern aber auch Lösungsansätze diskutieren, die wir in den nächsten Jahren umsetzen werden.“

Frank Walther, 12. März 2014

Sachsenbad – eine ewige Geschichte

CDU kritisiert Unsicherheit für Pieschener Projekte durch Grünen-Antrag im Ortsbeirat

Im Rahmen eines Antrages der Grünen soll die Oberbürgermeisterin heute durch den Pieschener Ortsbeirat beauftragt werden, ausgehend von der STESAD-Studie zum Sachsenbad unterschiedliche Nutzungsvarianten aufzuzeigen, Finanzierungskonzepte zu erstellen, die Ergebnisse auf einer Bürgerversammlung zu diskutieren und anschließend eine Entscheidung vorzubereiten.

Sachsenbad

Der Vorsitzende der CDU-Pieschen Veit Böhm erklärt hierzu: „Der Bau von vier 25m-Bahnen für 17 Mio. Euro ist nicht angemessen, dafür könnte die Stadt drei neue Schwimmhallen bauen. Um das zu wissen, braucht es keine lange Diskussion und keine Zeitverzögerung für die wichtigen Pieschener Projekte, wie Grundschulbau und neues Kombibad.“

Die CDU fordert die zügige Realisierung eines neuen Grundschulstandortes am derzeitigen Standort des Sachsenbades. „Wir können uns vorstellen, gemeinsam mit Sportvereinen und anderen Bürgerorganisationen den gesamten Standort mit Fußballplatz, Vereinsgelände, Schulneubau, Turnhalle und Spielplatz an der Wurzener Straße zu entwickeln“, kündigt Böhm an. Der Schulnetzplan sei aber schon in der Erarbeitung, es sei endlich Zeit Nägel mit Köpfen zu machen, statt mehrere Monate zu verzögern. Böhm weist darauf hin, dass es die Grünen selber seien, die im Stadtrat einen Antrag zur schnellstmöglichen stadtentwicklungsorientierten Schulnetzplanung noch vor 2012 eingebracht haben.

Weiterhin kritisiert Böhm: „Der Grünen-Antrag enthält keine einzige Aussage zur Zukunft des Sachsenbades, nur Varianten und Diskussionen.“ Die CDU fordert stattdessen den Neubau eines Kombibades für den gesamten Dresdner Norden an einem anderen Standort, so wie in der Bäderkonzeption vorgesehen.

Aus diesen Gründen fordert Böhm die Grünen auf, den Antrag zurückzuziehen und sich stattdessen zu den Planungszielen eines kurzfristigen Grundschulneubaus am Standort Sachsenbad und des mittelfristigen Neubaus eines Kombibades an einem anderen Standort zu bekennen.

29.Juni 2011