Schulsportanlagen zur freien sportlichen Nutzung für die Öffentlichkeit öffnen

Anke Wagner, sportpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, erklärt zum CDU-Antrag, in dem ein Konzept zur Öffnung von Schulsportanlagen für Kinder und Jugendliche sowie die allgemein sportlich aktive Öffentlichkeit gefordert wird:

„Ziel des Gesamtkonzepts zur Öffnung von Schulsportanlagen ist die allgemeine Bewegungsförderung sowie die Schaffung einer höheren Dichte an Sportmöglichkeiten und Bewegungsräumen im Wohnumfeld. Durch eine Nutzung der Anlagen, die unkompliziert und ohne Anmeldungen möglich sein soll, kann dieses Ziel erreicht werden. So bietet es den Anwohnern eine höhere Lebensqualität und fördert das soziale Miteinander von Schule und Wohnumfeld.

Für das Gesamtkonzept ist uns wichtig, dass Pilotprojekte in jedem Ortsamtsbereich bzw. jeder Ortschaft initiiert werden. Diese sollen unter schulpolitischen und sportfachlichen Blickwinkeln zwischen Schulverwaltungsamt, dem Eigenbetrieb Sportstätten sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund Dresden e.V. abgestimmt und entwickelt werden.

Bei der Prüfung etwaiger Pilotprojekte ist insbesondere zu berücksichtigen:
1. Prüfung einer punktuellen Öffnung unter Beachtung etwaiger Beaufsichtigungserfordernisse und Versicherungsaspekte sowie Lärmschutz,
2. Ermittlung eines Kostenrahmens und
3. Befragung und Auswahl möglicher Kooperationen hinsichtlich zu leistender Aufsichtsübernahmen mit ortsansässigen Sportvereinen bzw. bürgerschaftlichem Engagement (Quartiersmanagement, Heimatvereine, sonstige lokale Vereine und Institutionen vor Ort).

Im Rahmen der Spielplatzentwicklungskonzeption ist die Öffnung von Schulsportanlagen seit längerer Zeit ein Thema. Sie wurde aber nie bis zu Ende gedacht oder gar umgesetzt. Jetzt wollen wir hier aus einer sportfachlichen Perspektive ansetzen. Denn steigende Kinderzahlen, aktive Senioren, steigende Mitgliederzahlen des Stadtsportbundes verstärken den erhöhten Flächenbedarf für öffentliche Bewegungsräume. Schulsportfreiflächen können erheblich zur Entlastung beitragen.“

Dresden, den 29. April 2015 / Andreas Rönsch, Fraktionsgeschäftsführer

CDU Pieschen gibt sich neues Leitbild

Im Ergebnis einer regen Diskussion hat sich der CDU Ortsverband Pieschen im Frühjahr 2015 ein neues Leitbild für die weitere Arbeit gesetzt. Als Antwort auf die Frage, wie stellen wir uns unseren Stadtteil in 10 bis 15 Jahren vor, entstand folgendes Bild:

Unsere Vision Pieschen 2030

Der Dresdner Nordwesten ist einer der vitalsten und attraktivsten Wohngebieten der Stadt. Menschen aller Generationen und sozialen Bevölkerungsschichten fühlen sich hier wohl und leben sehr gut miteinander. Die Lebensqualität ist überdurchschnittlich hoch. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich und fördern die Gemeinschaft.

Brachen und Baulücken sind verschwunden. Wohngebiete wurden weiter verdichtet und an der Sternstraße ist ein neues reizvolles Viertel mit verschiedenen Wohnformen entstanden. Der gesamte Stadtteil wurde soweit wie möglich begrünt und die Überwärmung eingedämmt. Durch die rege Bautätigkeit gibt es ein gutes Angebot an Wohnungen aller Größen- und Preisklassen aber auch geförderten Wohnungsbau für sozial Schwache.

Moderne Arbeitsplätze im Bildungs, Handels, Dienstleistungs- und Handwerksbereich prägen unseren Stadtteil und tragen zu einer hohe Beschäftigungsquote bei. Das Zentralwerk als das Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft hat eine enorme Ausstrahlungskraft. Positiv wirkt ebenso das wiederbelebte Gewerbegebiet an der Heidestraße. Durch die intelligente Vernetzung von Individualverkehr und ÖPNV Angeboten und durch das Festhalten am Prinzip ‚Stadt der kurzen Wege‘ macht Mobilität trotz Bevölkerungswachstum Spaß.

Kindergärten und Schulen sind Dank enormer Investitionsprogramme modern und beliebt bei Jung und Alt auch über die Stadtteilgrenzen hinweg. Die zahlreichen Spielplätze werden, unterstützt von Eltern und Anwohnern, liebevoll gepflegt, nur ein Zeichen des breiten bürgerschaftlichen Engagements. Ausgrenzung von Zuwanderern und die Bildung von Parallelgesellschaften konnten durch ein gutes Integrationsklima verhindert werden. Die Ortsbeiräte haben heute mehr Möglichkeiten der direkten Mitbestimmung und können lokale Projekte selbst steuern.

Das Hochwasserschutzkonzept für unseren Stadtteil hat sich bewährt. Dank der soliden finanziellen und personellen Ausstattung des Ortsamtes und des freiwilligen Engagements der Bürger hat sich die allgemeine Sauberkeit kontinuierlich verbessert. Der fortschreitende Bürokratisierungsabbau wirkt für alle befreiend. Durch die gute Präsenz der Bürgerpolizei werden Konflikte frühzeitig entschärft und Schäden schnell kommuniziert.

Die zahlreichen Sportplätze und Freizeitanlagen wurden schrittweise modernisiert. Neue attraktive Einrichtungen sind an der Harkortstraße und auf den Hufewiesen dazugekommen. Das Sachsenbad ist heute ein beliebtes Stadtteilzentrum. Die vielen Grünflächen wurden durch Fuß- und Radwege zu reizvollen Bewegungsräumen verbunden, die sich durch die Fußgängerbrücke zum Ostragehege noch vergrößert haben.

Saubere Elbwiesen mit Markus Ulbig

Wer den Staatsminister und OB-Kandidaten Markus Ulbig (50) schon immer einmal hemdsärmlig zupacken sehen wollte, der hat am kommenden Samstag, den 21. März 2015 beste Gelegenheit dafür. Er, die Mitglieder des Pieschner CDU Ortsverbandes und die jungen Leute der Dresdner Jungen Union bitten um Unterstützung bei einer Säuberungsaktion auf den Pieschener Elbwiesen. Treffpunkt ist 10.00 Uhr vor dem Ballhaus Watzke. Handschuhe und Müllsäcke werden gestellt.

„Ordnung und Sauberkeit sind ein wichtiges Kriterium unserer Lebensqualität. Viele Bürgergespräche bestätigen mir dies immer wieder,“ so Markus Ulbig. „Gerade die herrlichen Elbwiesen, als Orte für Sport und Freizeit sind besonders sensibel. Unachtsamkeit, überfüllte Mülltonnen und Strandgut beeinträchtigen den hohen Erholungswert. Es lohnt sich daher selbst ab und zu Hand anzulegen und ein Zeichen zu setzen.“

An der durch die Landeshauptstadt Dresden am Samstag, den 28. März 2015 ausgerichteten Reinigung der Elbwiesen kann Staatsminister Ulbig aufgrund terminlicher Verpflichtungen leider nicht teilnehmen.

Pressemitteilung des CDU Ortsverbandes Pieschen
Frank Walther, 20. März 2015

Nachhaltigkeit ohne Umdenken?

Schon seit längerem summt die Nachhaltigkeit durch unsere Gesellschaft. Anfangs neu und faszinierend, nun schon fast als Modebegriff verbraucht, ist sie jetzt auch bei den etablierten Parteien angekommen.

Nachhaltigkeit 29.9 (1)Das der Raubbau an unserer Erde nicht ewig so weiter gehen kann, sieht mittlerweile jeder beim täglich Nachrichtenüberblick. Aber auch die Menschen selbst, verstärkt durch den raschen Strom in die Städte, wollen nicht mehr so weiter leben wie bisher. Es muß noch etwas anderes geben als Hyperkonsum und Beschleunigung.

Angetrieben dem Geist der Gesellschaft zu folgen, aber auch Wähler besonders in den Großstädten zurückzugewinnen, hat der Bundesverband der CDU u.a. die Kommission „Nachhaltig leben – Lebensqualität bewahren“ ins Leben gerufen, um das Thema politisch aufzuarbeiten. Diese Kommision besteht mal nicht aus delegierten Parteimitgliedern, sondern aus berufenen Vertretern breiter Bevölkerungsschichten.

Um der Gruppe den nötigen Anfangsschwung zu geben, wurde am gestrigen Abend zu einer Open Space Diskussion in die Parteizentrale in Berlin eingeladen. Im mit etwa 200 Gästen gut gefüllten Atrium des Konrad-Adenauer-Hauses hielt der Sozialwissenschaftler und Autor des Buches „Selbst denken: eine Anleitung zum Widerstand“ Harald Welzer einen spannenden Eingangsvortrag, der zwar vielen aus dem Herzen sprach aber auch offenbarte, das Nachhaltigkeit eine Floskel bleibt, wenn sie nicht in persönlich verantwortlichem Umdenken mündet.

Die soziale Marktwirtschaft hat uns eine beneidenswert stabile Demokratie mit Selbstverwirklichungschancen für jeden und einen nie zuvor dagewesenen Wohlstand gebracht. Aber wir verbrauchen auch eine nie zu vor erreichte Menge an Energie und Rohstoffen in immer kürzerer Zeit. Die Marktwirtschaft frisst damit ihre Basis. Das erkannte auch schon sein Erfinder Ludwig Erhard vor über 50 Jahren, als er den Tag kommen sah, an dem sich unser Wirtschaftsgefüge einen neuen Sinn geben muß.

Nachhaltigkeit 29.9 (2)Nachhaltigkeit wird dann zur Farce, wenn wie zurzeit nachweislich jegliche Bemühungen Ressourcen einzusparen, durch ein mehr an neuer Aktivität und zwanghaften Konsum aufgezehrt sogar übertroffen werden. Ein Phänomen das auch als Rebound-Effekt bezeichnet wird. Der, der heute verantwortungsvoll ein Passivhaus baut, fliegt dafür mindestens einmal mehr in den Urlaub. Zeit, die ich durch den intelligenten Einsatz moderner Techniken einspare, nutze ich für neue Projekte und Aktivitäten, die meist das eingesparte um ein vielfaches übertreffen. Im übrigen trägt auch dies zur permanenten Beschleunigung unseres Lebens bei.

Die entscheidende Frage, ob Nachhaltigkeit wirklich ein Umdenken wird oder ein leeres Modewort bleibt, wird sein: brauchen wir noch Wachstum? Egal wie man es dreht oder mit dem Öko-Label grünes oder nachhaltiges Wachstum versucht, es ist Augenwischerei. Wachstum bedeutet Mehr. Es hilft nur der Tritt auf die Bremse. Jeder zuerst bei sich und in seinem Umfeld.

Die mühevollen und teilweise zerstreuten Diskussionen in den Arbeitsgruppen im Anschluss an den Impulsvortrag haben gezeigt, wie schwer es ist, sich diesem Thema gesellschaftspolitisch zu nähern. Hoffungsvoll setze ich da auch auf den von Welzer beschriebenen Ausstrahlungseffekt weniger, die der Sand im Getriebe sind und langsam einen Stein ins Rollen bringen.

Frank Walther, 30. September 2014